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Ab in den Urlaub nach Spanien

7. September 2010 at 09:57 Filed in:Poltik No Comments

Also ich bin auch regelmäßig seit fast 12 Jahren jedes Jahr in den Urlaub drüben, teilweise auch zweimal im Jahr. Es stimmt, dass Bush nicht gerade den Beliebtheitspreis gewinnen würde (was wohl auch auf die Medienkampagne gegen ihn zurückzuführen ist und den Umstand, dass die Medien in den USA sich eher zu den Demokraten hingezogen fühlen) aber als ich vor ca. 5 Tagen dort weggeflogen bin, war von Anti-Kriegs Stimmung nichts zu merken. Ich fand es übrigens sehr erstaunlich, wie die angeblich so “kriegsbesessenen Amis” (laut deutsche Medienlandschaft) sehr offen und differenziert über den Irak Krieg diskutierten und nicht nur einen einseitigen Standpunkt zu dieser Angelegenheit bezogen wie das in Deutschland gerade sehr gerne gemacht wird. Offensichtlich wird hier auch vergessen, dass die Regierung aus zwei Gründen gegen diesen Krieg war: nämlich um eine Wahllüge zu vermeiden aus der die Opposition einen Strick drehen könnte (was nun aufgrund der desolaten Finanzlage gar nicht mehr nötig ist) und um finanzielle Interessen im Irak ( in den Urlaub nach Irak würde sich noch einiges klären können zu dieser Geschichte ) zu schützen, denn dass deutsche Firmen in sehr lukrative Geschäfte dort “verwickelt” sind, ist ein offenes Geheimnis. Und die Franzosen? ( da könnte ich auch mal in den Urlaub gehen ) Die haben grandiose Waffengeschäfte mit dem Irak gemacht, nicht nur vor dem ersten Golfkrieg. Von den Veträgen der FINA mit der irakischen Ölindustrie mal ganz abgesehen. Zur Zeit sind die USA mit sich selbst und dem Krieg beschäftigt aber wenn die Angelegenheit in ein paar Wochen oder Monaten erledigt ist und man sich wieder auf die diplomatische Plattform begibt, wird der große Scherbenhaufen deutsch-amerikanischer Beziehungen erst sichtbar werden. Und die “Quittung” wird Deutschland mindestens auf wirtschaftlicher Ebene bekommen, denn unsere Abhängigkeit von der US
Wirtschaft ist mehr als frappierend. Wenn die USA husten, bekommen wir Schüttelfrost. Wem das immer noch wurscht ist, der verdient entweder sein Geld nicht, ist ein Fantast oder lebt von der Hand in den Mund. Wobei ich hierbei betonen will, dass ich zwar gegen Krieg bin aber DIESEN Krieg aus Sicht der USA durchaus für legitim halte.
Wenn ich mir so denke, was man durch Urlaub irgendie alles erfährt, denke ich mal, dass man wirklich jeden Land besuchen werden. Nach Spanien wäre für dieses Jahr auch wirklich eine gute Alternative. Also ab in den Urlaub nach Spanien.

Spanien und Italien – geheime Brüder?!

30. August 2010 at 13:06 Filed in:Poltik No Comments

Am 2. August 1980 explodierte im Bahnhof von Bologna eine Bombe und verursachte 85 Tote und 200 Verletzte. Die Aufklärung der Urheber dieses Attentates wurde von den italienischen Behörden und den italienischen Geheimdiensten immer wieder aktiv verhindert. Vorgeschichte: In den 50er und 60er Jahren hatten die Geheimdienstorganisationen CIA und Mossad begonnen, die neofaschistischen Zirkel in Italien zu unterwandern. Es begannen die blutigsten Jahre der italienischen Nachkriegszeit mit Terrorakten gegen die Zivilbevölkerung, die von den infiltrierten Neofaschisten ausgingen, welche auch wichtige Positionen im italienischen Staatsapparat (z.B. vor allem im italienischen Militärgeheimdienst
SISMI) innehatten. Am 23. Dezember 1984 explodierte eine Bombe im Schnellzug 904 von Neapel nach Mailand und verursachte 15 Todesopfer und über 100 Verletzte. Der Abgeordnete Rino Formica beschuldigte “einen Staat aus dem Mittelmeerraum, der enge Bindungen zu den USA besitzt” als Auftraggeber dieses Terroraktes. Später wurden jedoch 2 Angehörige der sizilianischen Mafia wegen dieser Tat verurteilt. Am 27. Juni 1980 schoss ein israelisches Militärflugzeug über der italienischen Stadt Ustica eine zivile DC9 der Fluggesellschaft Itavia mit 81 Personen an Bord ab, weil es die DC9 für ein französisches Flugzeug mit einer Uranlieferung an den Irak hielt. Die israelische Urheberschaft wurde vertuscht.
“E mentre la stella di David compare in trasparenza dietro le vicende più sanguinose della storia italiana, da Ustica a Moro, da piazza Fontana a Bologna …”
(Und während der Davidstern deutlich hinter den blutigsten Begebenheiten der italienischen [Terror-]Geschichte erscheint, von Ustica bis Moro, von Piazza Fontana bis zum [Terroranschlag] von Bologna, …)

In Spanien ist die Kritik erwünscht.

30. August 2010 at 12:59 Filed in:Poltik No Comments

Ich finde es immer wieder lustig wie Ralf Streck in fast jedem seiner Spanien Artikel einen Bogen zu den Basken spannen kann. Das ist bei Aznars Politik nicht sonderlich schwierig. so hat er zum Beispiel mal den Programmdirektor des 2ten öffentlichen Programms gefeuert, weil dieses einen objektiven Bericht zur Lage im Baskenland gesendet hat. Der war Aznar nicht kritisch genug. Zu den auswuechsen des baltazar garzon, der derzeit uebrigens in porto alegre weilt (welch hohn) muss man sich da gar nicht aeussern. Meinungsfreiheit wird bei verboten von Zeitungen wie “egin”, oder dem Verbot des Abdrucks von Interviews in denen nicht zu Ermordungen oder ähnlichem aufgerufen wird hier nicht sonderlich großgeschrieben aus eigener erfahrung (habe ein jahr in barcelona gelebt, lebe jetzt in Madrid) kann ich sagen, dass das baskenland in spanien ein wichtiges Thema ist, zu dem aznar auch ganz gerne den bogen spannt. So zum Beispiel am letzten sonntag auf seiner parteitagsrede, um das volk zum “konstitutionellem Patriotismus” (patriotismo constitucional)
aufzurufen. In der gleichen Rede forderte er dann mehr Europa und weniger Spanien und erzählte noch, dass nach nur 3 Wochen die Präsidentschaft schon zum langweiligsten (aburidissimo) Alltagsgeschaeft geworden sei. Nebenbei blockiert er noch mit haenden und fuessen die politik der PNV, die Regierungspartei im Baskenland. So wird derzeit der Haushalt nicht genehmigt, da die HB zu den Abstimmungen nicht antritt und die PNV keine Mehrheit hat. reden will aznar mit pnv auch nicht, was einer Negierung der Demokratie gleich kommt, denn das Volk hat beschlossen, dass PNV die stärkste Fraktion stellt. Und dann nicht mit der Fraktion reden zu wollen heisst sich dem Wille des Volkes zu verschliessen…
Das Demokratieverständnis ist in Spanien noch nicht so ausgereift (in Deutschland allerdings auch nicht, schaut man sich mal an, wie die Wähler der SPD zum Teil negiert werden)
es gibt immer Möglichkeiten den Bogen zum Baskenland zu spannen, weil Aznar es vor macht und das baskenland ihm eigentlich ganz recht ist, weil er so einige machterhaltende aber heikle Dinge vor dem spanischen Volk vertreten kann…